Mehr als Schule - Wir über uns

Website: Kompetenzzentrum Schiff und Hafen
Kurs: Kompetenzzentrum Schiff und Hafen
Buch: Mehr als Schule - Wir über uns
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Datum: Tuesday, 29. November 2022, 02:02

Schiffer-Berufskolleg RHEIN

Das Schiffer-Berufskolleg RHEIN, Duisburg, ist mit seiner fachlichen Ausrichtung auf die Themenbereiche Schiff und Hafen bundesweit einzigartig und kann bereits auf mehr als 125 Jahre Tradition zurückblicken.

Duisburg, der Hafen und die Binnenschifffahrt gehören eng zusammen. Da ist es nahe liegend, dass die Berufsgruppe der Binnenschiffer mit ihren speziellen Anforderungen auch in Duisburg ihre Bildungsheimat hat. Anders als andere Berufsgruppen können Binnenschiffer im Rahmen der Dualen Ausbildung nicht einmal pro Woche zum Berufsschulunterricht gehen, da ihre Ausbildungsstätten – die Binnenschiffe – in ganz Europa vom Schwarzen Meer bis zum Atlantik unterwegs sind.

Daher wurde bereits am 18. Januar 1892 in unmittelbarer Nähe zum größten Binnenhafen in Duisburg eine erste Schulklasse für die Ausbildung der Binnenschiffer eingerichtet. Heute beschult das Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Duisburg-Homberg jährlich mehr als 350 angehende Binnenschifferinnen und Binnenschiffer im Blocksystem. So kommen Auszubildende für durchschnittlich 13 Wochen nach Duisburg zur Schule. Den Rest des Jahres sind sie bei Reedereien oder Partikulieren auf den Schiffen in Europa unterwegs. 

Schulleiter stellv. Schulleiterin






                                      

N. N.

Dipl.-Ing. Angelika Voit

Erweiterte Schulleitung:

Dr.-Ing. Ralf Häring

Frau Britta Plogmann

Montags bis Donnerstags: 7:00 bis 13:00 Uhr

Telefon: +49 (0)2066 / 2189 - 10

E-Mail: info@schiffer-bk.de

Name Funktion Unterrichtsfächer/Themenbereiche

N. N.

Schulleiter






 

Dipl.-Ing. Angelika Voit

stellv. Schulleiterin

Schiffsbetriebstechnik

Verkehrslehre

Boots- und Schiffbautechnik

Technische Kommunikation

Technische Mathematik

moodle

Bilinguale Unterrichtsangebote

Dr.-Ing. Ralf Häring

Bereichsleiter
Hafenlogistik

Bereichsleiter
Boots- und Schiffbau

Koordinator Technik mit dem
Franz-Haniel-Gymnasium

Erweiterte Schulleitung

Logistische Lernfelder

Flachwasserfahrsimulation

Schiffsbetriebstechnik

Werkstofftechnik

Boots- und Schiffbautechnik

Maschinen- und Gerätetechnik

Dipl.-Ing. (FH) M.Ed. Achim Jüngst
Technischer Betriebswirt (IHK)

Maschinentechnik

Technische Mathematik

DV

Dipl.-Betrw. (FH) M.Ed. Udo Joosten

Bereichsleiter
Binnenschifffahrt

Koordinator
Niederländisch

Niederländisch

Betriebs- und Wirtschaftslehre

Flachwasserfahrsimulation

Wasserstraßenkunde

logistische Lernfelder

Politik/Gesellschaftslehre

Verkehrsrecht

Dipl.-Ing. Ulrich Kahl

Koordinator
e-Learning mit moodle

Elektrotechnik

Maschinen- und Gerätetechnik

Mathematik (FHR)

Betriebs- und Wirtschaftslehre

Politik/Gesellschaftslehre

Dipl.-Hdl. Steffen Lehmann

FHR-Koordinator

Koordinator
Deutsch/Kommunikation

Ausbildungskoordinator

Deutsch (FHR)

Deutsch/Kommunikation

Maschinen- und Gerätetechnik

Motorentechnik

Sicherheitstechnik

Katrin Michiels M.A.

Englisch (FHR)

Betriebs- und Wirtschaftslehre

Politik/Gesellschaftslehre

Wasserstraßenkunde

Inga Murawski M.A.   Deutsch

Englisch 

Dipl.-Ing. Thomas Myland

Maschinentechnik

Fertigungstechnik

Schiffsbetriebstechnik

Technische Kommunikation

Technische Mathematik

Dipl.-Sportl. Mara Salomon

Koordinatorin Sport

Koordinatorin für den
kaufmännischen und 
wirtschaftlichen Bereich

Betriebs- und Wirtschaftslehre

logistische und kaufmännische Lernfelder

Sport/Gesundheitsförderung

Lernsituation Retten und Bergen

Praktische Philosophie

Claudia Schäfer

Koordination
Erste Hilfe

Englisch (FHR)

Deutsch

Lernsituation Retten und Bergen

Bilinguale Unterrichtsangebote

Frank Wessel

Pfarrer Religion
(6 Wochenstunden)

Frau und Herr Straub

Vor rund 130 Jahren wurde die Ausbildung für die Binnenschifffahrt in Duisburg initiiert. 

2. Juli 1890

Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt richtet eine Anfrage an die Verwaltung von Ruhrort, ob diese eine Schifferberufsschule einrichten wolle. Der Ort an der Ruhrmündung wird gewählt, weil in einem Umkreis von 10 km mehr als 40% der preußischen Rheinschiffer ansässig sind.

18. Januar 1892

In einem Klassenzimmer der evangelischen Volksschule an der Landwehrstraße beginnt der Unterricht mit 18 Schülern.

1900

Im Laufe des Jahres zieht die Schule um in die Räume des ehemaligen Polizeibüros im alten Ruhrorter Rathaus.

1903

Die Anzahl der Unterrichtsstunden wird pro Kurs von 12 auf 18 erhöht.

1910

In der Oberstufe wird ein "Samariterkurs", vergleichbar mit der "Erste Hilfe" heute, mit einer Wochenstunde eingeführt.

1914 -1921
Kriegsbedingt findet an der Stromschifferschule in Ruhrort kein Unterricht statt.

März 1921

In den Räumen der Volksschule an der Carpstraße beginnt ein neuer Unterkurs. Kursdauer: 10 Wochen.

1930

Die Wochenunterrichtszeit erhöht in den 30er Jahren von 29 auf 30 Stunden.

5. September 1949

In einem Festakt wird der Unterricht an der Schiffer-Berufsschule RHEIN im Schulgebäude an der Rheinstraße in Duisburg-Homberg eröffnet. Die neue Schule wird der Homberger Gewerblichen Berufsschule zugeordnet.

Januar 1957

Die Schule zieht um in das Gebäude der Gewerblichen Berufsschule Homberg in die Feldstraße.


Frühjahr 1974

Ein weiterer Umzug in ein eigenes Gebäude gegenüber der Feldstraße in die Duisburger Straße.

Juni 1989

Nach langer Planungsphase wird am Bürgermeister-Wendel-Platz in der ehemaligen Gemeinschaftshauptschule ein Standort bezogen, der den Anforderungen nach einer zeitgemäßen Einrichtung entspricht.

Januar 1992

Am 14. Januar 1992 findet die feierliche Einweihung der Radarsimulationsanlage "SARAH" (Simulations-Anlage Radarfahrt in Duisburg-Homberg) in Anwesenheit u.a. des damaligen Regierungspräsidenten Dr. Fritz Behrens und des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg, Josef Krings, sowie des Präsidenten des Abeitgeberverbandes der deutschen Binnenschifffahrt, Konsul Dr. Gerd Hulsmann, statt.

Mai 1992

Die über die zweijährig stattfindenden Schulleitertreffen der europäischen Schifferberufsschulen bisher gepflegte Kontakt zu den Niederlanden, zu Belgien und Frankreich werden stark intensiviert durch die Teilnahme am EU-Projekt "PETRA" (Projekt: Sicherheitserziehung in der Binnenschifffahrt).
Die Unterrichtsmodule in den Bereichen "Transportlogistik", "Sicherheit, Umwelt, Häfen" und "Telematik" sind bis Ende 1999 zu erarbeiten.

Oktober 1993

Grundsteinlegung des "ESD" (Europäische Sicherheitszentrum Duisburg), dass neben Trainings- und Schulungsmöglichkeiten aus dem Bereich des Gefahrguttransports auch Interessenten außerhalb der Schifffahrt Gelegenheit bietet, realitätsnah Verhaltensweisen in gefährlichen Situationen risikolos zu üben.

Im Sicherheitszentrum befindet sich der Brandcontainer, in dem die zu Schulenden Übungen zur Brandbekämpfung fahren können.

August 1996

Das EU-Projekt "LEONARDO DA VINCI" wird aufgenommen.
Es steht unter dem Motto: "Transportlogistik - eine europäische Aufgabe" mit dem Ziel, in Arbeits- gruppen europaweit.

August 1999

Der Berufsschulunterricht für die Auszubildenden der Boots- und Schiffsbauer/innen wird vom Robert-Bosch-Berufskolleg an das Schiffer-Berufskolleg RHEIN verlagert.

August 2003

Der Fachschule Logistik mit dem Abschluss " Staatlich geprüfte Betriebswirtin bzw. Staatlich geprüfter Betriebswirt Fachrichtung Logistik" und der "Fachhochschulreife" wird in Kooperation mit dem Willy-Brand-Berufskolleg eingerichtet. Ab August 2006 in in Kooperation mit dem Kaufmännischen Berufskolleg Walther Rathenau.

September 2006

Das Schiffer-Berufskolleg RHEIN nimmt den Berufsschulunterricht für den neu geschaffenen Beruf "Fachkraft für Hafenlogistik" auf.

April 2007

Gleichzeitige Teilnahme an den Evaluationsvorhaben Qualitätsanalyse NRW (Fremdevaluation durch das Land NRW) und SEIS (Selbstevaluation in Schulen).

August 2007

Beginn der Umbaumaßnahmen im Schiffer-Berufskolleg RHEIN.
Die Schule wir von innnen und außen vollständig renoviert. Eine neue Pausenhalle wird gebaut. Die Baumaßnahme wird im Dezember 2008 abgeschlossen.
Die Erneuerung des Radarsimulators zum Flachwasserfahr-simulator beginnt.

August 2008

Teilnahme an den europäischen Projekten EWITA (europäische E-Learning-Plattform) und PLATINA (EU-Projekt zur Harmonisierung der Binnenschiffer-Ausbildung).

September 2008

Einweihung des Flachwassersimulators im Schiffer-Berufskolleg RHEIN.

September 2009

Der Bildungsgang "Binnenschiffer/in mit Fachhochschulereife" wird im Schiffer-Berufskolleg RHEIN installiert.

Oktober 2010

Der neue MTU-Motor in der Motorenhalle geht in Betrieb. Die ersten Schülerinnen und Schüler arbeiten in der neuen Leckabwehr.

Juli 2011

Die ersten Binnenschiffer/innen mit der Fachhochschulreife verlassen das Schiffer-Berufskolleg RHEIN.

März 2017

1. Fachtagung und Bildungsmesse anlässlich 45 Jahren Simulation am Schiffer-Berufskolleg RHEIN

April 2017

Mitchel Noack wird als 20 000er Schüler seit Beginn der Zählung nach der Wiedereröffnung 1949 am Schiffer-Berufskolleg RHEIN begrüßt.

Juli 2017

Festakt zu 125 Jahren schulischer Binnenschiffer-Ausbildung am Standort Duisburg im Binnenschifffahrtsmuseum.

Juli 2017

Der Schulleiter Manfred Wieck wird pensioniert und von Schülern und Schule verabschiedet.

Dezember 2017

Klaus Paulus übernimmt als achter Schulleiter seit 1949 die Schulleitung am Schiffer-Berufskolleg RHEIN.

Dezember 2020

Erste Testfahrt am neuen Flachwasserfahrsimulator SANDRA-II.

September 2021

Offizielle Einweihung von SANDRA-II.

Juli 2022
Der Schulleiter Klaus Paulus wechselt in die Schulaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf.

SANDRA II

Im Jahr 2008 startete „SANDRA“ (Simulator for Advanced Navigation Duisburg - Research and Application) und wurde sehr schnell europaweit zum Synonym und Maßstab für Ausbildung und Training von Binnenschiffern am Radar- und Flachwasser-Fahrsimulator im Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Duisburg-Homberg. Diese erfolgreiche Kooperation zwischen der Stadt Duisburg, dem Duisburger Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) und dem Schiffer-Berufskolleg RHEIN (SBKR) wird nun fortgesetzt. Entsprechend dem Masterplan Binnenschifffahrt ermöglichten finanzielle Mittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), den Simulator rundum zu erneuern, ihn auf den neuesten Stand aktueller Hard- und Software zu bringen sowie hinsichtlich der zukünftigen Anforderungen zu erweitern.


Gebaut wurde SANDRA-II vom weltweit größten Anbieter von Marinesimulatoren, Wärtsilä Voyage Solutions und steht nach umfangreichen Tests nun für Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Prüfung und auch angewandter Forschung zur Verfügung.

Sechs Fahrstände zuzüglich eines siebten am Standort des DST, die alle die europäischen Anforderungen der CESNI (Europäischer Ausschuss für die Ausarbeitung von Standards im Be-reich der Binnenschifffahrt) an Schiffssimulatoren übertreffen, stehen für Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Forschungs- und Prüfungszwecke der Binnenschifffahrt zur Verfügung. Der Simulator ist für die ab Januar 2022 vorgeschriebenen praktischen Fahrprüfungen für künftige Schiffsführer in besonderer Weise geeignet. Gleich drei unabhängig und parallel arbeitenden Prüfungskommissionen ermöglicht die neue Anlage die zeitgleiche Prüfung von angehenden Schiffsführern. Damit könnten weit mehr als 600 Prüfungen pro Jahr zusätzlich zur Ausbildung im Rahmen der dualen Ausbildung zum Binnenschiffer/zur Binnenschifferin während der Schulzeiten am Schiffer-Berufskolleg RHEIN durchgeführt werden. Hinsichtlich der angestrebten Kompetenznachweise können dies Prüfungen für das "Schiffsführer-Patent", für die Radarfahrt oder zur Kenntnis über ausgewählte Fahrstrecken (Streckenkunde) sein.

Darüber hinaus steht dem DST für Befahrbarkeitsanalysen bei geplanten Infrastrukturmaßnahmen, Risikobewertungen oder Havarie-Untersuchungen unter weitgehend realen Bedingungen ein modernes Simulations-Werkzeug zur Verfügung. Die Software der Anlage bietet zudem den Ingenieuren vielfältige offene Schnittstellen, um beispielsweise das Fahrverhalten/die Hydrodynamik mit neuesten Erkenntnissen beständig weiter zu entwickeln oder auch neue Fahrtgebiete oder Schiffstypen zu entwickeln und ausgiebig zu testen.

Die langjährigen Erfahrung der beteiligten Institutionen mit Einsatz, Betrieb und Instandhaltung eines Fahrsimulators für ausgewählte Binnenwasserstraßen sowie die Expertise des qualifizierten Personals wird die Aus- und Weiterbildung auf höchstem technischen wie nautischen Niveau für die Zukunft garantiert. Damit leistet der neue Simulator einen wichtigen Beitrag zur zielgerichteten, modernen Personalentwicklung der gesamten Branche.

Die Neugestaltung des Duisburger Simulator-Zentrums für die Binnenschifffahrt setzt somit eine jahrzehntelange Entwicklung in die Zukunft fort. SANDRA war vor zwölf Jahren die europaweit erste und in dieser Form einzigartige Anlage zur Simulation der Bewegung von Binnenschiffen auf Binnengewässern. Insbesondere das simulierte, aktive Fahren von Binnenschiffen während der Steuermann seine Umgebung, die auf eine Leinwand bzw. Bildschirme projiziert wurde, beobachten und „erfahren“ konnte, war für Binnenschiffer faszinierend und damals neu. Gleichzeitig konnten unterschiedlichste Einflüsse von außen (Wetter, Wind, Strömung, physikalische Reaktionen sich begegnender Schiffe oder Probleme mit der Schiffsbetriebstechnik) in Korrelation mit anderen Geräten/Anzeigen eines Steuerstandes (Radar, elektronische Flusskarte, Alarme) „eingespielt“ und die Verhaltensweise des Steuermanns hierauf trainiert werden. Dies verschaffte dem Einsatz der Simulatortechnik im Laufe der Zeit höchste Akzeptanz in der Branche. Die neue Anlage eröffnet unzählige weitere Optionen.


 SANDRA-II im Internet:

http://sandra.dst-org.de




Weitere Informationen:

 Schiffer-Berufskolleg RHEIN

Kompetenzzentrum Schiff und Hafen

Bürgermeister-Wendel-Platz 1

47198 Duisburg

Tel.: 02066 / 2189 - 10

Fax: 02066 / 2189 – 20

E-Mail: info@schiffer-bk.de

Internet: www.schiffer-bk.de

 

DST - Entwicklungszentrum für
Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Oststraße 77
47057 Duisburg

Tel.: 0203 - 99 36 9 - 0
Fax: 0203 - 99 36 9 - 70

E-Mail: dst@dst-org.de

Internet: www.dst-org.de


Das Schiffer-Berufskolleg RHEIN ist mit vielen Partnern regional und überregional in engem Kontakt. Diese werden auf den folgenden Seiten kurz vorgestellt. 

Freundes- und Förderkreis der Schifferberufsschule RHEIN e.V.
Schiffer-Berufskolleg RHEIN
Städtische Schule der Sekundarstufe II
Bürgermeister-Wendel-Platz 1
D-47198 Duisburg

https://foerderverein.schiffer-bk.de

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er hat sich die Förderung der schulischen Erziehung und der Ausbildung des Binnenschiffernachwuchses zum Ziel gesetzt.
Der Förderverein unterstützt die pädagogische und soziale Arbeit am Schiffer-Berufskolleg RHEIN.

Europäisches Sicherheitszentrum Duisburg e.V. am Schiffer-Berufskolleg RHEIN
Schiffer-Berufskolleg RHEIN
Städtische Schule der Sekundarstufe II
Bürgermeister-Wendel-Platz 1
D-47198 Duisburg

http://esd.schiffer-bk.de


Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
Zweck des Vereins ist insbesondere die Erstausbildung und die Weiterbildung im Zusammenhang mit der Schiffssicherheit, insbesondere beim Gefahrguttransport, bei der Brandverhütung und Brandbekämpfung.
Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Das Europäische Sicherheitszentrum Duisburg e.V. kümmert sich in diesem Zusammenhang um die Nutzung und Vermarktung der Tankschiffsektion mit allen zugehörigen Einrichtungen am Schiffer-Berufskolleg RHEIN.

Schulschiff „Rhein“
Rheinanlagen 12a
Stadthafen Duisburg-Homberg
D-47198 Duisburg

Fon +49 (0)2066 2288-0
Fax +49 (0)2066 2288-22

Web http://schulschiff-rhein.de

Leitung: Volker Müßig



Aufgaben und Funktion des Schulschiff RHEIN

Die Schülerinnen und Schüler, die am Schiffer-Berufskolleg RHEIN den Beruf des Binnenschiffers erlernen, sind während der Blockphase auf dem Schulschiff RHEIN in Zwei-Mann-Kabinen untergebracht. Für die Auszubildenden dient das Schulschiff in erster Linie als schwimmendes Internat.

Ergänzend zur betrieblichen Ausbildung wird die Beherrschung der praktischen Fertigkeiten des Binnenschifferberufes durch Arbeitsgemeinschaften auf den Gebieten Bootsdienst, Nachenfahren und Tauwerksarbeiten / Drahtspleißen, u.a. gefördert.


Das Schulschiff RHEIN bietet neben der internats- mäßigen Unterbringung der Auszubildenden mehr als 60 Lehrgänge in der Weiterbildung an, z.B. Kursen zur Erlangung der unterschiedlichsten Qualifikationen und Zertifikate an, wie z.B. Schiffsführerbefähigung, Radarpatent, UKW- Sprechfunkzeugnis, Ausbildereignung, Sachkunde im Gefahrguttransport, Schiffsmaschinenkennt- nisse und die Ersthelfer-Befähigung.
Die Teilnehmer aus ganz Europa werden von erfahrenen Dozenten aus der Schifffahrtspraxis unterwiesen. Die Räumlichkeiten an Bord bieten ideale Bedingungen für Schulungen und Konferenzen für bis zu 50 Personen.


Die Geschichte des Schulschiffes RHEIN

Um den Nachwuchs für die Binnenschifffahrt zu sichern, führte das Arbeitsamt 1935 vierteljährliche Einführungskurse auf dem umgebauten Schleppboot "Haniel 18" durch. Der ehemalige Schlepper erhielt den Namen "Schulschiff Duisburg" und bekam einen Liegeplatz im Duisburger Kaiserhafen. 1938 übernahm nach Auslaufen dieser Maßnahme der "Verein zur Wahrung der Rheinschifffahrtsinteressen e.V. die Schulungen.

Im Jahre 1941 wurde das "Schulschiff Duisburg" zur Schifferberufsschule nach Miltenberg am Main verlegt. Auf dem Schulschiff wurden praktische Arbeiten mit den Schiffsjungen durchgeführt. 1946 kam das Schiff zum Niederrhein zurück.

Erstmalig fanden 1949 die Wege der Vorläufer-Institutionen im Erziehungs- und Bildungswesen der deutschen Rheinschifffahrt, also Stromschiffer- und Schifferberufsschulen sowie das vormalige "Schulschiff Duisburg", die in der Historie getrennt zumindest nebeneinander her verlaufen waren, in einer gemeinsamen Aufgabenstellung zusammen - quasi symbolisiert durch den gemeinsamen Namen.

Hervorzuheben ist, dass es für das Binnenschifffahrtsgewerbe keine Frage war, dem Schulschiff mit der Bereitstellung von Quartier und Verpflegung für die Schiffsjungen während des Besuchs der Schifferberufsschule RHEIN einen dienenden Part im Rahmen der beruflichen Erstausbildung zuzuweisen.

Von Anfang an bestimmte der Gesichtspunkt einer sachlich vernünftigen und zweckdienlichen Aufgabenteilung das gegenseitige Verhältnis. Demgemäss lag es seit jeher beim Schulschiff, ergänzend zur betrieblichen Ausbildung die Beherrschung der praktischen Fertigkeiten des Binnenschifferberufs durch Arbeitsgemeinschaften auf den Übungsgebieten Bootsdienst/ Nachen- fahren und Tauwerksarbeiten/ Drahtspleißen zu fördern.
Die Schule hat insoweit stets die personell-fachliche Kompetenz dieser auf freiwilliger Basis stattfindenden Schulschiff-Ausbildung anerkannt. Zusätzlich vermittelt das Schulschiff die Ausbildung zum Ersthelfer und unterweist im Umgang mit dem Rettungskragen. Viele Jahre lag bei ihm außerdem die Durchführung des Schwimmunterrichts.

Als im Zuge des Aufschwungs in der Binnenschiff- fahrt ab Mitte der fünfziger Jahre die Zahl der Schiffsjungen beständig zunahm, schuf der Trägerverband des "Schulschiffes RHEIN" mit dem Erwerb eines zweiten Schulschiffes im Jahre 1958 unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel die äußeren Voraussetzungen dafür, dass die Expansion der Schifferberufsschule nicht an der Unterbringungsfrage scheiterte.

In den 60er Jahren schlug das Gewerbe ein neues wichtiges Kapitel der Berufsbildung in der Binnenschifffahrt auf. Auf Initiative des Vereins zur Wahrung der Rheinschifffahrtsinteressen kam 1965 der erste Radarlehrgang für im Beruf stehende Binnenschiffer zustande.

1968 folgte der erste Lehrgang zur Vorbereitung auf die Rheinschifferpatent-Prüfung. Das waren die Anfänge und der Auftakt zu einer systematischen Erwachsenenfortbildung mit einem inzwischen breit gefächerten Angebot zur Erlangung der unterschiedlichsten Qualifikationen und Zertifikate (z.B. Schiffsführerbefähigung; Radarpatent; UKW-Sprechfunkzeugnis; Ausbildereignung; Sachkunde im Gefahrenguttransport; Schiffsmaschinenkenntnisse; Ersthelferbefähigung). Am Gegenstand der Kurse, mehr noch an ihrer zunehmenden Dauer und an der stark gestiegenen Anzahl der Teilnehmer lässt sich die schnell voranschreitende technische Entwicklung der Binnenschifffahrt während der vergangenen 25 Jahre ablesen. Entsprechend sind die Anforderungen an die Qualifikation der Fahrensleute gestiegen.

Für die organisatorische Durchführung des umfangreichen Fortbildungsprogramms bot das "Schulschiff RHEIN" eine ausgezeichnete Plattform, insbesondere nach Indienststellung eines neuen, wesentlich größeren Schiffes im August 1984, das der Arbeitgeberverband der deutschen Binnenschifffahrt hatte für über 5 Mio. bauen lassen.

Das Schulschiff wurde eigens für die internatsmäßige Unterbringung der Schiffsjungen und als zentrale Fortbildungs- und Tagungsstätte der Binnenschifffahrt nach neuesten Gesichtspunkten konzipiert. Die Ausbildung der Nachwuchskräfte und der beruflichen Fortbildung lagen somit in einer Hand und unter einem Dach. Die enge Verflechtung von Berufsaus- und Fortbildung, vom Schiffer-Berufskolleg RHEIN und vom Schulschiff RHEIN, erweist sich als Vorteil und wichtige Antriebskraft die deutsche Binnenschifffahrt voranzubringen.

DST
Entwicklungszentrum
für
Schiffstechnik und Trans
portsysteme e.V
Oststraße 77
D-47057 Duisburg

Fon +49 (0)203 99369-0
Fax +49 (0)203 361373

Web http://www.dst-org.de


Das "Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. Duisburg" (DST ehemals "Versuchsanstalt für Binnenschifffahrt Duisburg e.V.") ist ein Institut der Universität Duisburg- Essen. Die Hauptaufgabe des 1954 gegründeten Instituts besteht in der Entwicklung und Optimierung von Binnen- und Küstenschiffen. Diese Spezialisierung auf Binnenschiffe, hat der DST weltweit eine Sonderstellung unter den Schiffbau-Versuchsanstalten eingebracht.


In vielen Ländern der Welt sind die von der DST untersuchten Binnenschiffe im Einsatz. Umfangreiche Versuchsanlagen stehen der DST zur Verfügung, mit denen sie die entsprechende Entwicklungs- und Forschungsarbeit am und um das Binnenschiff betreibt. Das Institut befindet sich in einem größeren Gebäudekomplex in Duisburg-Neudorf zwischen der Oststraße und der Memelstraße.

Zunehmend spielt am Institut die computerunterstützte Simulation vom Fahrverhalten der verschiedenen Bauformen von Binnenschiffen auf leistungsfähige Rechnersysteme eine Rolle. Durch entsprechende Versuche und Simulationen konnte das Institut dazu beitragen den Brennstoffverbrauch je Ladungseinheit auf Binnenschiffe in den letzten 50 Jahren zu halbieren. Diese Entwicklungen senken die Transportkosten der Binnenschifffahrt und tragen dazu bei, das der Transport auf dem Wasser sicher und umweltfreundlich gestaltet werden kann.

In den letzten Jahren hat sich das Aufgabenfeld der DST erweitert, es werden umfassende Transport-Konzepte mit der gesamten Logistikkette untersucht. Dabei hofft die DST, dass es gelingen wird, den Güterverkehr zunehmend von der Straße auf das Wasser zu verlagern.

EDINNA - Education in Inland Navigation

Web http://edinna.eu

EDINNA ist ein Netzwerk der Bildungseinrichtungen für die Binnenschifffahrt in ganz Europa und darüber hinaus.